Wir da draußen

Roman von Fikry El Azzouzi

224 Seiten
erschienen im August 2016
Preis: 20€
Verlag: DuMont
ISBN: 978-3-8321-9829-9

Rezension von Katharina S

Ayoub, Fouad, Maurice und Kevin sind die besten Freunde. Alle vier sind von zu Hause geflohen oder wurden rausgeworfen. Im örtlichen Waschsalon und in Yilmaz‘ Kebabladen finden sie ihre neue Bleibe. Nun wollen sie Spaß haben und Mädchen treffen. Doch so einfach soll es nicht werden, es kommt alles ganz anders…

Ayoub und Fouad stammen aus marokkanischen Familien, Maurice ist Halbafrikaner und dann ist da noch Kevin, der sich selbst in Karim umgetauft hat und ursprünglich Flame ist. Sie leben in einem kleinen Ort namens Waasdorp, irgendwo in Belgien.

Ayoub, der 15-jährige Ich-Erzähler hält sich selber für ziemlich intelligent und ist ständig am Schreiben, er ist eher unauffällig und die „graue Maus“ der Gruppe.
Fouad ist der Hübsche. Er achtet sehr auf seinen Körper, geht trainieren und nimmt Anabolika.
Maurice ist der „Mischling“, sein Vater ist Afrikaner. Ständig erzählt er irgendwem irgendwas und konsumiert Drogen.
Der letzte im Bunde ist Kevin, das „Weißbrot,“ der ultrakonservativ, konvertiert und total neben der Spur ist.

Die Clique will „etwas erleben“ und im Verlauf rutschen sie erst in die Kriminalität ab und fangen dann an sich immer mehr zu radikalisieren. Rund um die Gruppe entwickeln sich massive Probleme, aber auch jeder der vier Jungs muss sich mit seinem Schicksal und Entscheidungen konfrontieren und auseinandersetzen. Wohin wird sie all das führen?

Mir hat der Roman wirklich gefallen. Am Anfang war ich sehr skeptisch, weil der Ich-Erzähler einen manchmal direkt anspricht. Je mehr ich aber gelesen habe, desto besser und authentischer wurde die ganze Geschichte dadurch für mich. Die Geschichte ist lustig, fesselnd, traurig, extrem, krass, und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

 

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